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Die besten Ideen, Empfehlungen und Anregungen für Urlaub und Rundreisen von einem langjährigen Kenner der Insel

Autor Srilanka-insider.de

Hallo, ich bin Jörg und seit 2001 auf Sri Lanka unterwegs

Ayubowan, ich bin Jörg und freue mich über Dein Interesse an meiner Webseite. Srilanka ist nach rund 50 Aufenthalten und an die 5 Jahre, die ich dort seit 2001 insgesamt gelebt habe, zu meiner zweiten Heimat und meinem festen Winterquartier geworden.

Hier findest Du zu und über Sri Lanka (auch Shri Lanka ist eine korrekte Bezeichnung)

  • Insider-Informationen (Wetter, Geld, Visum usw. usf.)

  • persönliche Empfehlungen und Hinweise (Impfungen, Kontakt mit Einheimischen etc.)

  • Hintergrundwissen aus 16 Jahren (die den Urlaub erlebnisreicher und unbeschwerter machen können)

  • Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Ausflügen und Rundreisen

  • und auch ein paar Warnungen und Ratschläge (Do´s and Dont´s)

für Deinen Trip auf dieses großartige Eiland im Indischen Ozean direkt unter der Südspitze Indiens.

Nebenbei erwähnt: Ayubowan (gesprochen: Ajuboan) ist die traditionelle, höfliche Begrüßung in Sri Lanka.

Ähnlich wie beim indischen „Namaste“ werden dabei die Handflächen vor der Brust aneinander gelegt. Diesen Gruß kann man mit „mögest Du lange leben“ ins Deutsche übersetzen. Natürlich begrüßt man sich ansonsten auch hier mit den üblichen Worten: „hello“, „hi“ oder „How are you?“.

Die wichtigsten Informationen hier auf der Startseite- für mehr Details und Einblicke schaut Euch im Menü unter „Urlaubsinfos“ und „Wissenswertes“ um oder schreibt mir gern. Eventuell sehen wir uns auch in unserer „Wilden Ananas“ direkt am Indischen Ozean zum Badeurlaub oder Ihr interessiert Euch für eine unserer Rundreisen.

 

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Los geht´s mit ein paar Worten, wie es mich auf die Insel verschlagen hatte…

Über Sri Lanka und mich oder: ein Traum und diverse Katastrophen

  • Dezember 2001: zum ersten Mal im früheren Ceylon, damals noch all inklusiv in Koggala. Der Beginn einer langen Freundschaft mit vielen Hindernissen. Offenbar eine schicksalshafte Fügung, denn eigentlich sollte es nach Kuba gehen.
  • 2003: Beim zweiten Besuch erfahre ich, dass Ausländer nun Grundstücke auf Sri Lanka erwerben können
  • 2004:  mit singhalesischen Freunden baue ich daraufhin recht spontan ein kleines Hotel am Koggala-Beach und erfülle mir damit einen Lebenstraum, schon im Juni 2004 haben wir die ersten Gäste in unserem kleinen Hotel
  • Schicksalstag 26.12.2004: der Tsunami tötet einige Zehntausend Menschen und richtet unsägliche Verwüstungen an; tagelang habe ich keinen Kontakt zu meinem Team und muss mit dem Schlimmsten rechnen, der Traum scheint vorbei zu sein, bevor es richtig losging- dann 3 Tage später der erlösende Anruf:

  • Mitarbeiter und ihre Familien, Gäste und Freunde sind alle in Sicherheit und die „Wilde Ananas“ hat der gigantischen Druckwelle Stand gehalten, wenn auch im Erdgeschoss die Einrichtung komplett ruiniert ist
  • März 2005: wir begrüßen 3 Monate nach der Katastrophe erneut die ersten Gäste und auch unsere individuellen Touren sind wieder gefragt
    Team Wilde Ananas

    Mit dem Team unseres Hotels seit Jahren durch dick und dünn!

  • zwischen 2005 und 2009: der Bürgerkrieg im Land ist auf seinem Höhepunkt und nach vielen Anschlägen durch die Tamil Tigers bin ich speziell in Colombo immer mit einem mulmigen Gefühl unterwegs; der Tourismus liegt verständlicherweise  am Boden, auch wenn Touristen und Hotels nie attackiert wurden, überall Militär, Straßensperren und Checkpoints, doch die Hoffnung stirbt zuletzt…
  • 2006 bis 2008: mit kurzen Pausen lebe ich fast ständig auf Sri Lanka und hospitiere bei 2 bekannten Ayurveda-Ärzten
  • Hier auf der Insider-Seite berichte ich seit 2006 über meine Erlebnisse, Glücksmomente, Alltägliches, aktuelle Trends, Touren durch`s Land, Begegnungen und auch hier und da unangenehme Erfahrungen auf dieser kleinen, aber sehr vielfältigen Insel unter der Südspitze Indiens.
  • Mai 2009: endlich Frieden nach fast 30 Jahren Kämpfen und Anschlägen
  • November 2011: Feuer (Bürgerkrieg), Wasser (Tsunami) und nun auch noch Wind in Form eines tropischen Wirbelsturms- so langsam habe ich hier alles erlebt, was keiner braucht;
  • eigentlich sind Orkane und Hurrikans wie in der Karibik auf Sri Lanka ungewöhnlich und selten

  • doch 2011 hat es ordentlich gekracht und viele Gebiete haben wochenlang keinen Strom und viele Häuser sind schwer beschädigt oder gar komplett vernichtet
  • Seit 2008 lebe ich auf Rügen, wo ich als Heilpraktiker tätig bin, doch die Wintermonate gehören dem lichtvollen Sri Lanka

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Es muss gute Gründe haben, weshalb Europäer über 7000 km Flugreise auf sich nehmen und sich mehr als 10 Stunden in einen beengten Flieger hocken.

Noch dazu wo Stand 11/2017 aus D, A und der Schweiz keine Airline mehr Sri Lanka direkt anfliegt (korrigiert mich, wenn ich hier irre). Ich selbst hasse Fliegen mittlerweile und da ich hoch oben in Mecklenburg auf der Insel Rügen lebe, brauche ich schon für die Anreise zum deutschen Airport einen halben Tag. In der Summe bin ich dann immer so 22 bis 24 Stunden von meiner Wohnung zur „Wilden Ananas“ im Süden Srilankas unterwegs. Bis 2011 dauerte es noch länger, denn es gab keine Autobahn von Colombo-Airport nach Matara an der Südspitze. Aber so oder so: es bleibt (für mich) eine Tortur und ich wünschte mir, ich könnte das alles so humorvoll wie Thomas Hermanns in seinem göttlichen Buch „Das Tomatensaft-Mysterium“ sehen. Eine Superlektüre für lange, langweilige, verspätete Flüge und das ganze Brimborium drumrum: die Schlangen, das endlose Warten, die Kontrollen, die Verbote und Regeln, die Enge und professionelle Massenabfertigung am Airport und im Flieger.

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Also warum tue ich mir das an? Womit begeistert mich Sri Lanka immer wieder? Was ist so außergewöhnlich, so exotisch reizvoll an diesem fernen Land?

Was macht Sri Lanka attraktiv und lohnend als Reiseziel?

    • das erste, eventuell wichtigste Argument ist: Wärme. Immer. Von Montag bis Sonntag. Von Januar bis Dezember. Von 0 bis 24 Uhr. 24/7. Wärme24-Punkt-de.

      Wochenlang nur noch T-Shirt, kurze Hosen, Badelatschen, Flip Flops oder schlicht barfuß. Und außer zum Schlafen immer draußen an der frischen Luft. Fast alles in Sri Lanka spielt sich im Freien ab.

      viel Licht, denn die Sonne steht in Sri Lanka im Zenit

      viel Licht, denn die Sonne steht in Sri Lanka mittags im Zenit

  • Grund 2 hängt natürlich mit dem ersten zusammen: Licht und Sonne.

Wenn ich Anfang Januar in Deutschlands Norden aufbreche, ist es um 10 früh ein bisschen hell und 16 Uhr schon ziemlich dunkel. In den Tropen und Shri Lanka ist ein tropisches Land am Äquator kann man grob sagen: Von 7 bis 18 Uhr kannst Du im Freien ohne Lampe lesen. Auch immer und das ganze Jahr. Im Gezeitenkalender für Sri Lanka findet Ihr auch die exakten Zeiten für Auf- und Untergehen der Sonne. Kann ganz praktisch sein, denn beides geht hier sehr fix und wer will schon den perfekten Moment, wenn der Feuerball ins Meer taucht, verpassen.

Wilde-Ananas-Sri-Lanka-romantisches-Dinner

Dinner im Freien bei Sonnenuntergang (gegen 18.30) von Januar bis Dezember

        • Der dritte Grund: Die Mentalität der Menschen.

          Es sagt sich ja immer so leicht dahin: „Land des Lächelns. Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit…“ Klingt immer nach Klischee, irgendwie floskelhaft. Aber wer ein bisschen in der Welt herumgekommen ist, der wird spüren, dass die Srilankaner und Srilankanerinnen (nicht ganz korrekte Bezeichnung der Einwohner, dazu an anderer Stelle mehr) zuvorkommender, aufgeschlossener und umgänglicher sind als anderswo. Mehr lächeln oder zumindest zurück lächeln. Gepaart mit der südländischen Gelassenheit. Für mich wurde der Unterschied extrem deutlich, als ich mal 3 Tage in Dubai Zwischenstopp gemacht habe. Alles chic, aber menschlich gesehen geschäftsmäßig kühl und reserviert. Mal davon abgesehen, dass man als Touri in den Emiraten meist sowieso von Gastarbeitern bedient wird und kaum mit Dubaianern in Kontakt kommt.

        • Pluspunkt Nr. 4: Sri Lanka ist einfach so wunderbar UNPERFEKT.

          Liebenswürdig unvollkommen. Unverstellt und oft grotesk unzulänglich. Langsam. Vergesslich. Verträumt. Tiefenentspannt. Immer noch ein bisschen zurück hinter den weltweiten Top-Urlaubsländern. Kein Land für Perfektionisten. Ohne Dresscode und anstrengendes Protokoll. Aber ein Platz zum Runterkommen, Entschleunigen und Abstand-Gewinnen. Toleranter werden. Nachdenken über Prioritäten im Leben und die Relativität von Zeit. „I’m just sitting here Watching the wheels go round and round I really love to watch them roll No longer riding on the merry-go-round I just had to let it go“   Ob John Lennon jemals in Sri Lanka war, weiß ich nicht. Aber möglich wäre es!

          Stelzenfischer sind beliebte Fotomotive in Sri Lanka

          Stelzenfischer

          • Mein 5. Argument betrifft mehr die Wiederkommer: man wird wieder-erkannt!-heimische Atmosphäre stellt sich schon beim 2. Besuch auf der Insel ein.

            „Hello, I saw you 2 (7, 15) years ago“ oder „I remember you“. Das kann der Apotheker, die Verkäuferin oder (natürlich) ein Tuktuk-Fahrer sein. Also keine Insel für Leute, die nicht wiedererkannt werden wollen oder dürfen : – ) Wenn Euch natürlich jemand auf der Straße schon mal gesehen haben will, obwohl Ihr zum ersten Mal dort seid, dann lest meine Tipps zu Neppern und Schleppern weiter unten.

          • Pluspunkt 6: Auch die Liebe zu Sri Lanka geht durch den Magen.

            Rice und Curry, Arrack (Kokosnussschnaps), Kottu, King Coconuts, Früchte (Rambutan, Mango, Anoda u.v.m.), Waddi (frittierter Linsenbrei) und scharfe Kichererbsen (kleiner Laden in Habaraduwa gegenüber Busbahnhof), Lion Lager Bier, Pol Sambol und Knoblauch, Paripu (scharfer Linsenbrei an Kokosnussmilch), Maniok. Ich könnte ins Schwärmen geraten ob all der kulinarischen Köstlichkeiten. Natürlich am Meer dazu obligatorisch Thunfisch, Red Snapper, Garnelen, Calamari oder Langusten.

            Stand am Fischmarkt in Galle Makrele Butterfisch Calamari Garnelen

            Auf dem Fischmarkt in Galle

          • Und siebentes: Shri Lanka ist ein Paradies für Vegetarier mit massig Früchten und Gemüse

            Frisch, reif, regional und saisonal über das ganze Jahr. Fleisch und Fisch wird auch hier oft eingefroren, aber das Gemüse wird noch nahezu 100 % frisch geputzt, geschnippelt und zubereitet.

    In Sri Lanka typischer Wochenmarkt Habaraduwa

    Buntes Treiben auf dem Markt in Habaraduwa und reichlich frisches Gemüse aus lokalem Anbau

      • Punkt 8: Ich liebe Schwimmen und das kann man im Indischen Ozean ganzjährig bei 27 bis 29 Grad.

        Und außer bei Gewitter bin ich auch mehrmals täglich im Wasser, dass bei uns am Koggala-Beach klar und unbelastet ist. Vorsicht ist wegen Wellen und Unterströmungen geboten, doch hier hat man/frau den Bogen schnell raus und mit einem Bodyboard ausgerüstet mehr Spaß und Sicherheit.

        Spaß in den Wellen mit meinem Bodyboard vorm Hotel Wilde Ananas am Koggala Beach

        Spaß in den Wellen vor der Wilden Ananas

    • Ein zusätzliches Plus für Schwimmer, Schnorchler und Surfer: Keine Haie und nur sehr selten Quallen
    • Zudem meine ich 9., dass Sicherheit hier in Srilanka nun ein echter Pluspunkt ist.

    Verglichen mit anderen Ländern, in denen brutalste Gewaltkriminalität, finsterstes Drogen- und Rotlichtmilieu oder terroristische Anschläge leider zur Tagesordnung gehören, geht es auf der Insel seit 2009 ruhig und friedlich zu, möge es so bleiben.

    • Grund 10 sind eigentlich viele reizvolle Gründe, das einstige Ceylon zu besuchen:

    die vielen Gesichter, Farben, Landschaften Sri Lankas

    So bunt und vielfältig ist Sri Lanka

    Sieht so das Paradies aus? Lange Palmenstrände mit hellem Sand und dem berühmten azurblauen Meer, Cocktails unter südlichem Sternenhimmel in warmen Nächten, der Gang über den bunten Marktplatz, die Geräusche des Dschungels, prächtige Gärten, romantische Flussfahrten, das intensive Grün der Teeplantagen, beeindruckende Tempelanlagen und Paläste, riesige Safariparks…

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12 Aktivitäten, die einem Urlaub in Sri Lanka das gewisse Etwas geben und nicht viel kosten, weil man sie auf eigene Faust unternehmen kann

  • 1. Mit Fahrrad oder Moped im Hinterland umschauen

In den Küstenstädten und Touristenorten geht es laut und quirlig zu, immer Verkehr, Hupen, viele Menschen und natürlich auch ständig Ansprache durch Händler und Geschäftemacher. Bewegt man oder frau sich nur 1 km landeinwärts, tut sich eine andere, entschleunigte und gemächliche Welt auf. Reisfelder, viel mehr Grün und oft auch Seen und Flüsse. Affen, Warane, fliegende Hunde, Wasserbüffel. Ja, auch gelegentlich eine Schlange. Und Du kommst eher in Kontakt zu Einwohnern, die keine kommerziellen Interessen haben. PS. Selbstverständlich kann man sich auch zu Fuß auf den Weg machen.

Tipp: Unsere Gäste in der „Wilden Ananas“ sind immer wieder voller Begeisterung von der Tour um den Koggala See bei Habaraduwa/Koggala. Ähnliches findet Ihr aber sicher ebenfalls bei Eurem Urlaubsort.

wasserbüffel an teich mit lotos

Das Hinterland lockt mit mancher Überraschung

  • 2. Auch eine Bootsfahrt auf einem der vielen Flüsse und Seen ist lohnenswert, schnell und preiswert organisiert.

Denkt auch hier ans Handeln- es gibt viele Anbieter und damit auch Chancen auf einen besseren Preis als den erstgenannten.

Tipp: Madu River mit Zimtinsel und Temple Island, Start von Balapitiya, Dauer 3-4 Stunden

Flussfahrt Ein Dach aus Mangroven im Madu River

Ein Dach aus Mangroven im Madu River


  • 3. Seafood-Buffet: einmal von allen Köstlichkeiten des Meeres probieren und einen besonderen Abend für vergleichsweise wenig Geld genießen.

Sehr oft wird frisch gefangener Fisch/Tintenfisch/Prawns gegrillt angeboten (also direkt vom Grill auf Euren Teller)- leckerer geht nicht. Tipp: Hotel „Fortress“ in Koggala (besser vorher anmelden und aktuellen Preis erfragen, zuletzt um die 35 € pro Nase)

lobster direkt vom seafood-buffet

lobster direkt vom seafood-buffet

  • 4. Sri Lanka ist (gemeinsam mit Indien) das Land des Ayurveda und für alle, die Massagen lieben, ein preiswertes Eldorado.

Tipp: Seit 10 Jahren arbeiten wir in unserem Hotel mit einem erfahrenen und passionierten Ayurveda-Masseur zusammen. Falls Sie  keinen geeigneten Behandler finden, können wir gern den Kontakt vermitteln (in Habaraduwa oder Bentota).

Höhepunkt jeder Ayurvedakur das Bluetenbad

Bluetenbad am Ende einer Ayurvedakur

  • 5. Katamaran-Tour: versucht doch mal in Ermangelung von Seekajaks in einem der vielen Katamarane der Fischer mitzufahren.

Spaß und Adventure garantiert und zusätzlich noch ein guter Weg, mit Einheimischen in´s Gespräch zu kommen. Mit etwas Glück bringt Ihr als Überraschung das Abendbrot mit nach Hause : – )

Fahrt mit Fischerboot Katamaran am Koggala Beach

Fahrt mit Fischerboot Katamaran

  • 6. Besuch auf dem Wochenmarkt

Dort erlebt Ihr den Reichtum des Landes an Grünzeug hautnah und könnt Euch im Handeln üben. Kostproben gratis an vielen Ständen. Gleichfalls die Massen an getrocknetem Fisch bleiben lange in Erinnerung, nicht nur des Geruches wegen.  Und klar werden obendrein Gewürze und diverse Currymischungen feilgeboten.

Tipp: Wochenmarkt in Habaraduwa immer Mittwochs von 8 bis 15 Uhr.

  • 7. Apropos Gewürze: Sri Lanka bietet auch darin eine faszinierende Vielfalt.

Chili, Koriander, Bockshornklee, Kreuzkümmel, Zimt, Vanille, Tamarinde und Muskatnüsse, um nur einige zu nennen. Und natürlich sind wir hier im Land, wo der Pfeffer wächst.

Tipp: In Galle gibt es einen speziellen Gewürzmarkt, ich selbst kaufe aber meist in den großen Supermärkten (food city, Keells). Dort sind alle Gewürze schön verpackt, zum Teil mit Anwendungshinweisen beschriftet und Herstellungs- und Verfallsdatum werden klar benannt. Außerdem zum günstigen Festpreis für alle.

In meinem Koffer heimwärts fehlen auch nie Kokosmilchpulver und Samahan, ein vorzügliches Instantpulver bei Erkältungen. Trinkschokolade verleiht es einen exotischen Geschmack und auch Chai Latte kann frau damit selbst produzieren.

  • 8. Versucht unbedingt eine Perahera mitzuerleben

An anderer Stelle beschreibe ich dieses Highlight des srilankischen Brauchtums im Detail. In Kürze: Es handelt sich um farbenprächtige Umzüge mit Musik, Tanz und allerlei Kunststückchen. Die wichtigsten werden von den Tempeln in Colombo und Kandy organisiert, aber es gibt auch kleinere, teils privat arrangierte Prozessionen, die gute Unterhaltung versprechen. Und wieder seid Ihr mitten unter gut gelaunten „echten“ Menschen. Und vielleicht sieht man noch einen Elefanten als Hauptattraktion aus nächster Nähe

Tipp: Fragt in Eurer Unterkunft, ob gerade eine Perahera in der Gegend geplant ist, auch die Einheimischen sind immer ganz scharf darauf, diese nicht zu verpassen.

Trommler und Tänzer bei einer Perahera

Trommler und Tänzer bei einer Perahera

  • 9. Ceylon-Tee ist ein Markenzeichen der Insel und natürlich können sich Teefreunde hier günstig eindecken.

Nicht jeder wird aber Zeit oder Lust haben, vom Meer ins Hochland zu reisen.

Tipp: Doch es gibt auch Tiefland-Teeplantagen und -fabriken, oft gar nicht weit weg von den Stränden wie zum Beispiel bei Ahangama, wo  sogar ein Teemuseum existiert.

  • 10. Warum nicht einen Tag mal aufs Surfbrett steigen?

Je ungeübter, desto mehr Spaß haben die anderen :- ) Einen Versuch ist es wert und vielleicht wird ein neues Hobby daraus.

  • Tipp: Gute Spots, die ich kenne, sind die Buchten von Galle, Unawatuna, Weligama und Mirissa. Dort kann man für ein paar Euro ein Brett ausleihen. Nebenbei bemerkt auch eine klasse Partnerübung: Einer steht im brusttiefen Wasser und gibt der Sportsfreundin auf dem Brett Anschubhilfe, wenn die Welle kommt. Mit diesem Plus an Speed stehen viele schon beim 2. oder 3. Versuch… ein paar Sekunden wenigstens. Und die mitunter übermäßigen Preise für den selbsternannten Surflehrer gespart. Probiert´s aus. Hoher Fun-Faktor

    zum ersten Mal Surfen in weligama surfspot

    Meine ersten Versuche auf dem Surfbrett in Weligama

    • 11. Schnorcheln/Tauchen

    Shri Lanka hat sicher nicht die Unterwasserreviere wie die Malediven, aber es gibt doch einige kleinere Riffs, Felsen und Buchten, wo es noch faszinierende Mikrokosmen mit Korallen, Seeigeln, Seegurken und natürlich bunten Fischen gibt. Dies unter anderem in Hikkaduwa und Unawatuna an der Westküste: Ihr solltet nicht zuviel erwarten, aber ich habe in Sri Lanka an die 30 verschiedene Riff-Fischarten gezählt, u.a. Papageifische, Doktorfische, Drückerfische,  Picassos, Falter- und Flötenfisch, diverse Barben, Soldatenfische, Junker und sogar mal einen riesigen Napoleon. Dies alles in der kleinen Lagune am Nordende des Koggala-Beach.

    Weichkorallen mit Junkerfisch in kleinem Riff bei Talpe

    Weichkorallen mit Junkerfisch in kleinem Riff bei Talpe

    • 12. Öffentliche Verkehrsmittel nutzen

    Nicht viele Einheimische können sich ein eigenes Fahrzeug leisten und es dann auch noch unterhalten. Benzin und Diesel kosten zwischen 70 Cent und 1 Euro- viel Geld bei durchschnittlichen Verdiensten von sagen wir 200 €. Deshalb verkehren entlang der Küste von Colombo bis Matara tagsüber im 5-Minuten-Takt (und nicht selten noch dichter hintereinander) Busse. Zu einem Spottpreis von etwa 3 Rupien pro Kilometer, was gerade mal 1,6 Eurocent sind! Der Fahrstil der Buskutscher ist oft rasant und mehr als gewöhnungsbedürftig, aber so schafft man es auch als Tourist für kleines Geld fix mal in einen anderen Ort, beispielsweise in die schöne Altstadt von Galle. Eingestiegen wird zügig hinten und vorn und der Kassierer kommt dann im Bus zu Euch, während sein Kollege schon wieder auf die Tube drückt. Dann solltet Ihr kleine Scheine zwischen 10 und 100 Rupien parat haben, der Mann hat keine Zeit, Eure 1000er zu wechseln. : – )

  • Mit dem Bus unterwegs nach Galle

    Mit dem Bus nach Galle

    Bei der Bahn geht es gemächlicher zu, etwa jede Stunde fährt ein Zug nach Norden oder Süden. Ihr erkundigt Euch besser vorab nach den Abfahrtszeiten und plant Verspätungen ein.

    Tipp: Wer nicht Gelegenheit dazu  hat,  die legendäre Bahnstrecke im Hochland einzuplanen, dem empfehle ich den Abschnitt zwischen Ambalangoda und Galle. Hier zuckelt der Zug über einige Flußmündungen mit Mangrovenwäldern. Malerisch.

    Zug im Hochland von Sri Lanka Tunnel

    Zugfahrt im Hochland

     

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Was Sie in Sri Lanka nicht tun sollten

Oder: Kurzer Knigge für die Insel

Große Teile der Bevölkerung sind zutiefst religiös und verglichen mit der westlichen Welt konventionell-traditionalistisch eingestellt. Unsere westliche Ungezwungenheit und Toleranz hat noch nicht im großen Stil Einzug gehalten. Respekt und Akzeptanz gegenüber den landesspezifischen Vorstellungen und Werten sollten aber zum guten Ton gehören, wenn man als Tourist unterwegs ist, obwohl wir vieles anders sehen und empfinden. Deshalb ein paar Empfehlungen, um nicht für Verärgerung und unnötige Probleme zu sorgen.

  • Nacktbaden und auch „oben ohne“ bei Frauen ist ein Nogo

Ich selbst bin immer peinlich berührt, wenn sich gelegentlich osteuropäische Schönheiten barbusig am Strand präsentieren.

  • Tempel und andere heilige Stätten nicht mit Schuhen oder in kurzer Kleidung betreten (Schultern und Knie sollten vollständig bedeckt sein). Auch Rauchen oder Trinken von Alkohol verbietet sich in der Nähe solcher Gebäude.

Wichtig für Raucher: Es besteht in Sri Lanka Rauchverbot in der Öffentlichkeit. Das klingt schlimmer als es ist und wird auch sehr lax gehandhabt.

Sinn dieses Gesetzes ist vor allem die Vorbildwirkung gegenüber Kindern und Jugendlichen sowie die Achtung religiöser Einrichtungen. Also besser nicht mit dem Glimmstengel vor Schulen, Tempeln und auf Bahnhöfen erwischen lassen. Auch in Gegenwart von Polizisten muss man es nicht darauf ankommen lassen.

In Kneipen, Bars und Restaurants darf dagegen hemmungslos gepafft werden. Da sie meistens im Freien sind, auch kein großes Problem für Nichtraucher. Aber klar: Rauchen mit Rücksicht auf den Nachbarn kommt an.

  • Die Menschen legen viel Wert auf saubere, „ordentliche“ Kleidung und man macht sich hier noch richtig „stadtfein“

Man wird also selten jemanden aus der Bevölkerung in kurzen Hosen oder im Tank-Top in den Städten sehen, insbesondere wenn es zu Behörden oder irgendwie bedeutsamen privaten oder geschäftlichen Treffen geht. Als Ausländer wird Ihnen legere Kleidung nachgesehen, aber es steigert Ihr Ansehen nicht unbedingt. Also überlegt Euch, ob Ihr mit Badesachen in den Bus steigt oder in den Supermarkt wandelt.

  • Kein Fotoposing vor Buddhastatuen und – bildnissen

Bei religiösen Fragen hört der Spaß in Sri Lanka wirklich auf und Buddhafiguren sind nicht dafür da, um Likes für ein „cooles“ Foto zu bekommen. Generell sollte man Buddha nicht den Rücken (und wohl auch nicht den Allerwertesten) zukehren.

  • Ausgiebige Intimitäten in der Öffentlichkeit sind tabu und werden als anstößig betrachtet. Junge Pärchen in Sri Lanka treffen sich meist heimlich und „getarnt“ hinter Bäumen oder einem mitgebrachten Schirm.

Junges Pärchen am Strand in Sri Lanka verschaemt hinter Schirm

Junges Pärchen am Strand

  • bei privaten Einladungen bitte die Schuhe vor der Haustür lassen

  • An den heiligen Vollmondtagen besser keinen Alkohol in der Öffentlichkeit konsumieren.

Kein Alkohol an Vollmondtagen in Sri Lanka

Kein Alkohol an Vollmondtagen in Sri Lanka

Der Verkauf  ist generell an diesen Tagen strengstens verboten und wenn man als Reisender noch irgendwo eine Flasche hat, ist diskreter Genuss eine gute Idee.

  • Mönche genießen den besonderen Respekt der Bevölkerung und sollten auch von Gästen des Landes mit Hochachtung behandelt werden.

In Bussen auf Sitze achten, die für Mönche reserviert sind. Bei direkten Begegnungen eignet sich oben genanntes „Ayubowan“ besser als ein kräftiges Händeschütteln.

Gruppe von buddhistischen Moenchen auf dem Weg zum Hoehlentempel von Dambulla

Gruppe von buddhistischen Mönchen auf dem Weg zum Hoehlentempel von Dambulla

  • Nicht politisch Partei ergreifen im Konflikt zwischen Singhalesen und Tamilen

Ich kenne vorwiegend Singhalesen im Süden der Insel und fast alle sind fest von einer buddhagegebenen Vormachtstellung gegenüber den Tamilen überzeugt. Sie kennen meine Meinung, aber unfruchtbare Diskussionen über Stunden mit missionarischem Eifer schenke ich mir mittlerweile.

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Auf welche Touristen-Fallen sollten Sie in Sri Lanka achten

Oder: Schattenseiten und Gaunereien im Urlaubsparadies

  • Sri Lanka ist ein sehr konventionelles Land die Geschlechterrollen betreffend

Verschleierung gibt es dort zwar nur in muslimischen Kreisen, aber der Gesamteindruck ist: Frauen und erst recht junge Mädchen gehören ins Haus. Freizügigkeit und selbstbewusstes Auftreten von Frauen wird deshalb vielfach misstrauisch beäugt oder auch als Einladung zu sexuellen Avancen gedeutet. Obwohl die Frauen oft Zuhause das Zepter führen, halten Sie sich bei Anwesenheit von Gästen eher im Hintergrund. Auch in Restaurants oder Discotheken trifft man kaum auf srilankische oder tamilische Frauen. Ausländerinnen in knappem Outfit und Feierlaune dagegen müssen damit rechnen, von einer Minderheit der männlichen Bevölkerung als „leicht zu haben“ betrachtet und belästigt zu werden. Machogebahren in Reinkultur.

Sri Lanka verschleierte verhüllte muslimische Frau

Das Verhältnis zwischen den Geschlechtern ist ein anderes als in Europa

  • Zu viel Vertrauen ist nicht gut

Der überwiegende Teil des Volkes ist nicht nur streng gläubig, sondern lebt dies auch im Alltag mit Anstand, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft. Trotzdem treiben sich auch in Shri Lanka in den Touristengegenden und an Sehenswürdigkeiten kleine und große Gauner rum, die Ihnen das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Die sind dann nicht nur penetrant, sondern auch begnadete Geschichtenerzähler. Gern geben Sie sich als Mitarbeiter Ihres Hotels (nachdem Sie ihnen den Namen genannt haben) oder als bester Freund des Hotelmanagers aus. Und als solcher hat er für Sie und nur für Sie und nur heute ein Superduperangebot, blablabla. Meine Lieblingsstory, die Gästen unseres Hotels widerfahren ist: Jemand passt sie an der Zufahrt zum Holländischen Fort in Galle (Altstadt) ab und erklärt, dieses wäre heute geschlossen, aber für „a little money“ würde er sie rein bringen. Das ist ungefähr so, als ob Sie jemand vor Heidelberg abfängt und Eintritt kassiert.

  • Geld auf der Straße oder in Hotels zum Hotelkurs tauschen

Dazu ein ausführlicher Artikel auf der Umtausch und Geld Seite

  • Jeden Preis sofort akzeptieren

Fast überall außer im Supermarkt, in der Apotheke, im Bus und auf der Post kann gehandelt oder nach einem „discount“ gefragt werden. Ich selbst bin nicht eben begnadet im Feilschen, aber zumindest die Frage „Is this your best price?“ oder „Is this the last price“ stelle ich immer und meist mit Erfolg. Vor größeren Ausgaben ( ob das für Sie 50, 500 oder 5000 € sind, weiß ich nicht) Preise verschiedener Händler vergleichen, insbesondere, wenn man/frau den wahren Wert der Sache nicht beurteilen kann. Wenn Euch jemand irgendetwas zeigen will (z.B. seine Kobra, sein Äffchen, einen Salto von der Festung in Galle) fragt Ihr vorher, was er dafür möchte, denn sonst werdet Ihr staunen, wie teuer die 5-Minuten-Vorführungen sein können und wie schwer man den Artisten dann los wird. Besonders viele davon gibt es in der Altstadt/Fort von Galle. Gehört aber irgendwie auch zum Flair dieses pulsierenden, urigen Teils der Provinzhauptstadt.

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Fragwürdige Attraktion mit Schlangen in Galles Festung

Beim beliebten Tuktuk-Fahren empfehle ich auch dringend, den Preis vorher auszuhandeln oder nach der Entfernung zu fragen. Pro Kilometer sollten aktuell 50 Rupien reichen. Wenn es kurze Strecken sind, sagen wir ein oder anderthalb Kilometer und er will 100 bis 150 Rs dafür, spare ich mir zähe Preisverhandlungen, bei denen ich dann 20 Cent spare. Man muss auch gönnen können– aber Trinkgeld gibt´s dann natürlich nicht mehr.

  • Hunderte von Euro in Kräutergärten ausgeben

Mal Kakao, Pfeffer, Ingwer, Vanille oder Zimt in natura als lebendige Pflanze sehen? Unbedingt gehört das zu einem Urlaub auf Sri Lanka. Ein Feuerwerk der Sinne. Düfte, Betasten, optische Wahrnehmungen, vielleicht auch exotische geschmackliche Reize. Dann beginnt aber auch schnell die Verkaufsshow, bei der es Cremes, Pülverchen und Öle für alle Leiden dieser Erde gibt. Wirklich? Und wirklich nur hier für 30, 50 oder 100 € pro Fläschchen? Die Antwort überlasse ich jedem selbst…

tuk-tuk taxi threewheeler gehören zu Sri Lanka, doch besser Preise vorher aushandeln

Knatternde Tuktuks gehören zu Sri Lanka, doch besser Preise vorher aushandeln

  • Sich von Beach Boys und Taxifahrern vereinnahmen lassen

Ein kurzer Exkurs zum Thema „Beach Boys“

Die Bezeichnung klingt schon ein wenig zwielichtig und abschätzig. Was oder wer ist gemeint? Rein faktisch handelt es sich um junge Männer, die logischerweise größtenteils am Strand vornehmlich Rundreisen, Tagestouren, Ausflüge und Besichtigungen in der Umgebung anbieten. Nahezu 100 Prozent aller Hotels verweigern Ihnen den Zutritt, was rassistisch klingt, aber aus meiner heutigen Sicht von ungeheurem Nutzen für die Gäste ist. Also müssen Sie vor den Hotelanlagen am Strand auf Ihre möglichen Kunden zugehen. Auf der anderen Seite, zur Straße hin, warten die Tuktuk-Fahrer mit ihren Dreirädern mit Überdachung. Beach Boys und Tuk-Tuk-Fahrer gehören also zu jedem Urlaubsort der Insel.  Aber warum nicht jederzeit schnell mal in eines der wartenden Treewheeler springen können oder bei einem der Jungs am Strand günstiger als beim großen Hotelanbieter eine Safari oder Rundreise buchen?

Allerdings gibt es im Geschäft der Beach Boys und Tuk-Tuks einige Auswüchse, vor denen Sie auf der Hut sein sollten

  • überteuerte Touren kombiniert mit falschen Leistungsversprechen

Tipp: Bei Touren für ein paar Hundert Euro Eckdaten notieren und vom Anbieter unterschreiben lassen, Anregungen in unserem Tour-pdf.

Gibt es wirklich massive Abweichungen, kann man damit auch androhen, den Betrug bei der Polizei anzuzeigen. Diese habe ich immer sehr kooperativ gegenüber Ausländern erlebt und das wissen die Gauner auch und geben Euch eventuell einen Teil des Geldes zurück, um sich Stress zu ersparen.

  • aus Ausflügen werden Kaffeefahrten mit hohem Kaufdruck
  • Zunehmende Wünsche und Betteleien um dies und das
  • Aggressives, arrogantes, übergriffiges und dominantes Auftreten
  • Schlechtmachen der Mitbewerber
  • Prostitution unter falschen Vorzeichen: Bezness mit Touristinnen (seltener auch mit homosexuellen Ausländern)

Zitat aus dem verlinkten TAZ-Artikel: «Bezness steht für enttäuschte Urlaubsliebe und verletzte Gefühle. Der Begriff mutierte in den letzten Jahren zum Inbegriff für weibliche Enttäuschung im touristischen Liebes­handel; er steht für Frauen, die sich von Urlaubs­bekannt­schaften ausnehmen lassen.»

Meine persönliche positive Erfahrung ist:

Die meisten der Boys sind engagiert und gut gelaunt, viele sprechen Deutsch und zeigen Euch Plätze, wo Ihr ohne sie oder im Reisebus vermutlich nicht hingekommen wärt. Der Urlaub bekommt mehr Erlebnischarakter und eine persönliche Note. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass aus solchen Begegnungen viele langjährige Freundschaften wurden.

Nur einen Fehler solltet Ihr nicht machen:

Manche der Kollegen werden recht schnell dominant und planen dann Eure Tage im Paradies nach Ihren Vorstellungen: Noch eine Tour, noch ein Besuch im Kräutergarten oder beim Juwelier. Statt ums Erleben geht es immer mehr ums Kaufen, Konsumieren, Geld ausgeben. Kleine „Kaffeefahrten“ mit freundlichem Nachdruck. Und natürlich nur mit ihm. Denn seine Kollegen sind alle schlechte Menschen. Er ist nicht mehr Euer Guide, sondern Ihr seid seine Touris. Wenn der Begleiter also zu penetrant, besitzergreifend und kontrollierend wird, dann besser gleich klare Kante und wenn er dann nicht einlenkt und einen Gang runter schaltet eben winke, winke.

(Liebes)beziehungen eingehen, in denen Sie zum Sponsor/ zur Sponsorin werden

Bezness ist ein großes Thema in Sri Lanka und gerade Frauen werden immer wieder Opfer davon. Im sogenannten „Thailand für Frauen“ brummt das Supergeschäft mit der vermeintlich „großen Liebe“. Man könnte es auch männliche Edelprostitution nennen. Na ja, edel ist daran eigentlich wenig. Geschickt werden Touristinnen umgarnt, verliebt gemacht und dann aus der emotionalen Abhängigkeit Kapital geschlagen. Es fängt mit ein paar Drinks an, ein T-Shirt oder ein Handy. Dann wird ein Motorrad oder Tuk-Tuk benötgt, das Dach ist kaputt, der Opa krank. Parties mit seinen Freunden müssen bezahlt werden. Das perfide ist aber, dass viele dieser speziellen Loverboys mehrere Frauen gleichzeitig abzocken. Und die Krone des Ganzen: unter Umständen sogar mit einer Frau aus Sri Lanka verheiratet sind. Die wird dann als Schwester vorgestellt und die Kinder sind Nichten und Neffen. Wirklich filmreife Inszenierungen finden da statt, in die gelegentlich sogar die Eltern des Knaben einbezogen werden. Durch die vielen Aufenthalte in Sri Lanka kenne ich einige solche Typen, die es damit zu echtem Wohlstand gebracht haben, während ihre Opfer jetzt allein auf einem Haufen Schulden sitzen. Widerlich. Wer es mir nicht abnimmt, dem sei Europas größte Plattform gegen Ehebetrug und Bezness empfohlen: 1001 Geschichte. Und immer wieder ins Gedächtnis rufen: Die Jungs im Touristengeschäft sind extrem kreativ und abgebrüht im Erfinden herzergreifender, unglaublicher Stories und Ausflüchte und werden immer wieder überzeugend erklären, dass alles ja ganz anders ist als es offensichtlich scheint.

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Warum heißt Ceylon nun wieder Sri Lanka und was bedeutet das übersetzt?

Sri Lanka ( auch bekannt unter Srilanka, Shri Lanka oder Ceylon) gilt als die Perle des Indischen Ozeans. Die Übersetzung des Namens ist poetisch: „Sri“ könnte mit „erhaben“ übersetzt werden, „Lanka“ mit „leuchtend“. Mir persönlich gefällt die Übersetzung mit „strahlend schönes Land“. Auch der Name „Serendib“ wird gelegentlich gebraucht; Er entstammt der Seefahrersprache und deutet auf Ruhe und Gelassenheit hin. Viele sprechen noch heute von Ceylon oder auch Ceilon, dem Namen, den die Engländer ihrer einstigen Kolonie gaben. Ceylon war das, was letztlich vom Ursprungswort „Sinhala“ aus dem Sanskrit übrig blieb. Als Sinhala gleich „Löwenhafte“ bezeichneten sich die Einheimischen gern selbst. 1972 schließlich kehrt man zur ursprünglichen Bezeichnung Sri Lanka zurück und seit 1993 ist die offizielle Schreibweise Shri Lanka.

  • Übrigens: Sri Lanka ist seit 1948 ein unabhängiger Staat und gehört auch nicht zu Indien.

    Allerdings gibt es speziell zwischen der tamilischen Bevölkerungsgruppe und Indien vielfältige Kontakte, gerade aufgrund des hinduistischen Glaubens. Denken wir nur an die indische Provinz „Tamil Nadu“.

    Auch ein Symbol Sri Lankas: der traditionelle Kandy Dance

    Kandy Dance Tanzvorführung

    Wie heißen die Einwohner?

    Srilankisch? Srilankanisch? Srilankaner? Srilanker? Srilankis? Oder auf englisch „the srilankans“? Es ist wirklich nicht so einfach. Fragt man einen Einwohner Österreichs, welche Nationalität er hat, wird er zu 99 Prozent Österreicher/in angeben. Befragt man jemanden in Sri Lanka erhält man als Antwort entweder Singhalese („ I am singhalese“ oder Tamile („I am tamil“). Die beiden Hauptbevölkerungsgruppen. Außerdem gibt es noch einen beachtliche Bevölkerungsanteil, der muslimisch ist sowie sogenannte Burgher( Nachfahren von Einwanderern oder Bediensteten der früheren Kolonialstaaten, die quasi auf der Insel „hängenblieben“). Es ist also ungefähr so, als ob der eine in Deutschland auf die Frage nach seiner Nationalität „Bayer“ angibt und die andere „Rheinländerin“. Auf jeden Fall solltet Ihr Euch merken, dass man einen Singhalesen nicht als Tamilen und umgedreht bezeichnen sollte und dass aber das englische Adjektiv“ srilankan“ für alle prinzipiell okay ist.

Was ist die Landessprache, wie spricht man im Land des Tees?

Ähnliches gilt für die Sprache: es gibt keine einheitliche Sprache in Sri Lanka. Zwar ist Singhalesisch (also die Sprache der singhalesischen Mehrheit) zur Amtssprache gemacht wurden und alle sprechen sie mehr oder weniger, aber ein Tamile würde sie kaum seine Muttersprache nennen und stattdessen im Alltag mit seinen Leuten tamilisch sprechen. Letztlich war die Überhöhung des Singhalesischen ein Grund für das Unabhängigkeitsstreben der Tamilen und den bewaffneten Kampf der Tamil Tigers. Man stelle sich vor, in der Schweiz würde Deutsch als Amtssprache per Dekret festgesetzt. Da würde es aber abgehen in der Romandie oder im Tessino. Als Tourist kommt man fast überall mit Englisch durch. Die Sprache der letzten Kolonialherren, die auch heute noch obligatorisch in den Schulen gelehrt wird.

Sri Lanka, Koggala Beach, Habaraduwa Catamarane Traditionelle Fischerboote

Fischerboote am Koggala-Beach

Warum führte der Tourismus auf Sri Lanka solange ein Schattendasein?

Viele Erlebnisse, Begegnungen und Ereignisse verbinden mich heute mit Sri Lanka. Das Einschneidenste war sicherlich der Tsunami im Dezember 2004. Diese unglaubliche Katastrophe brachte dem Land schlagartig wieder internationale Beachtung. Die Wochen danach erlebten wir eine unglaubliche Solidarität untereinander und von vielen Helfern aus Europa und der ganzen Welt. Einfach bewundernswert, wie sich die Menschen in diesem armen Staat wieder aufrappelten, ihre Behausungen oft notdürftig instand setzten und einfach weiter machten.

Kurzer Rückblick: Bürgerkrieg und Tourismus

Doch auch danach wurde die Situation nicht unbedingt leichter. Gerade hatte sich das Land einigermaßen von den Folgen der Monsterwelle erholt, als der Bürgerkrieg wieder aufflammte, der bereits seit 1983 andauerte. Er hat rund 75000 Menschenleben gekostet und die ohnehin schwache Ökonomie des Landes untergraben. In den tamilischen Gebieten wurde blutig gekämpft, in den Regionen mit singhalesischer Mehrheit gab es fast wöchentlich Bomben-Anschläge auf Zivilisten und Soldaten, Busse, Bahnhöfe, Kaufhäuser und Sehenswürdigkeiten. Eigentlich war nichts sicher außer den Hotels der Touristen, die bewusst von den Tamil Tigers nicht angegriffen wurden. Die Folge war eine extrem hohe Präsenz von Polizei und Militär im Land, Straßensperren und verbarrikadierte Kontrollpunkte. Logischerweise keine gute Werbung für ein Urlaubsparadies, die Besucher blieben aus. Erst 2009 mit dem Ende der bewaffneten Kämpfe und der Attacken der tamilischen Separatisten erlebte das Land eine Wiedergeburt als Fernreiseziel. Seitdem hat sich die Touristenzahl mehr als vervierfacht, 2016 und 2017 wurden circa 2 Millionen ausländische Gäste gezählt. In den schlechtesten Jahren waren es gerade einmal 500.000 Besucher. Neben Reisenden aus dem großen Nachbarland Indien hielten insbesondere Touristen aus Großbritannien und den deutschsprachigen Ländern dem geschundenen Land die Treue. In vielen Urlaubsorten an der Westküste ist deshalb Deutsch sehr verbreitet. Gut in Erinnerung bei den Einheimischen ist gleichfalls die uneigennützige Hilfe von Freiwilligen und Langzeitgästen aus diesen Ländern nach dem Tsunami.

Sri Lanka als Entwicklungsland: Paradies oder Hölle !?

Das frage ich mich seit meinem ersten Besuch 2001 immer wieder. Sagen wir einfach: Diese Insel, ein Urlaub dort, ist ein Abenteuer, die meisten werden wohl zunächst einen Kulturschock erleben, wenn sie sich nicht in einer Pauschalurlaub-Anlage verschanzen. Shri Lanka ist keine heile Welt, sondern Spannung pur. Die Republik ist ein Entwicklungsland, das Einkommen vieler Familien liegt unter 200 € im Monat. Straßen- und Schienennetz sind überlastet und in einem teilweise maroden Zustand und die Energieversorgung durchaus lückenhaft (häufige Stromausfälle, auch wenn sich hier viel verbessert hat). Irgendwie geht zwar alles, aber halt oft mit Verspätung und nicht in der gewohnten europäischen Zuverlässigkeit. Letztlich muss sich jeder sein eigenes Urteil bilden und schauen, ob Sri Lanka das richtige Urlaubsland für ihn/sie ist. Seit Ende des Krieges jedenfalls erfreut sich der Tropenstaat zunehmender Beliebtheit und man kann zusehen, wie sich die Infrastruktur mehr und mehr entwickelt, also neue Straßen, Elektrizität, Hotels und Restaurants in allen Preisklassen, Geschäfte und Kaufhäuser. Wer sich auf den Weg dorthin macht, dem wünsche ich eine unvergesslich tolle Zeit am Äquator, nochmals „Ayubowan“ und „Subha Pattum“ (Viel Glück).

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Mit Kindern in Ohiya

Bei einem Trip in die Berge werde ich freundlich von den Kindern in Ohiya begrüßt

Unsere Bitte: Helfen Sie Kindern in Sri Lanka.

Wir von der „Kinderhilfe Sri Lanka – Eine Länderübergreifende Hilfsorganisation e.V.“ garantieren dass 100% der Spenden den Betroffenen vor Ort zugute kommen! Alle Mitarbeiter unserer Organisation arbeiten ehrenamtlich! Sämtliche Verwaltungs- und Werbekosten werden durch Mitgliedsbeiträge und Sponsoren abgedeckt. So können wir direkte und unbürokratische Hilfe leisten und garantieren. Wer von der Arbeit unseres Vereins und den Projekten unserer Organisationen in Sri Lanka überzeugt ist kann sich jederzeit in unserem Team engagieren. Wenn Sie die Arbeit der Kinderhilfe Sri Lanka  nachhaltig unterstützen wollen, würden wir uns auch sehr freuen, Sie als Mitglied begrüßen zu dürfen. Mehr Informationen über uns finden Sie auf:

Kinderhilfe Sri Lanka Hilfsorganisation

Projekt für benachteiligte Kinder auf Sri Lanka

www.help-sri-lanka.com

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Aktuelles zu Shrilanka und Reiseberichte

Meine Tipps in Deutschland:

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Fotoreiseberichte auch aus Asien

Business Name: Haus am Meer "Wilde Ananas" Business Image: https://srilanka-insider.de/wp-content/uploads/2014/12/Srilanka-Insider-Tour-Hotel-Information.jpg Street Address: Hediwatha Matara Road City: Habaraduwa State: Southern Province Country: Sri Lanka Postal Code: 80630 Phone Number: +94 91 2 282408 Business Email: srilankaurlaub@web.de Business Website: Business Hours: 8 am to 9 pm Map URL: https://www.google.com/maps/place/Haus+am+Meer+%22Wilde+Ananas%22/@5.9940742,80.2960979,482m/data=!3m2!1e3!4b1!4m5!3m4!1s0x3ae16d47be145181:0xf40aff29f34615f3!8m2!3d5.9940704!4d80.2976547?hl=en-US Photo: Price Range: 28 € p.P. to 48 € p.P.
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