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Reisetipps für Sri Lanka

Sri Lanka, die „Ehrenwerte Insel“, wie das Land im Indischen Ozean auf Sanskrit heißt, gehört zu den beliebtesten Urlaubszielen in Asien. Deutschland ist nach Indien und Großbritannien mittlerweile der drittgrößte Tourismusmarkt für Sri Lanka. Das verwandelt die Insel, aber der Ausbau an Infrastruktur soll nicht zu Lasten der Natur und der kulturellen Vielfalt gehen, sondern das Land will auf Klasse statt Masse im Tourismus setzen.

Mit rund 21 Millionen Einwohnern ist die Insel klein, aber abwechslungsreich. Blendendweiße Strände, die zum Badeurlaub einladen, Tauch- und Surfspots, Ayurveda zum Erholen an der Küste, Teeplantagen und Berge im Hochland, artenreiche Nationalparks und Tempel und Geschichte im Kulturellen Dreieck – Sri Lanka hat für jeden etwas zu bieten.

Das Klima in Sri Lanka ist an der Küste und im Flachland tropisch. Temperaturen von 27 bis 30 Grad sind gang und gäbe. Im Hochland ist es häufig zehn Grad kühler. Die Regenzeiten werden von verschiedenen Monsunen beeinflusst. Die Hauptstadt Colombo sowie die Süd- und Westküste werden normalerweise im Mai/Juni sowie Ende November/Dezember betroffen, obwohl auch dann weiterhin die Sonne scheint und der meiste Regen nachts fällt. Der Norden und Osten werden von Dezember bis Februar während des Nordost-Monsun beregnet. Allerdings bleibt auch Sri Lanka vom Klimawechsel nicht verschont.

Leichte Kleidung ist an den Küsten ausreichend, obwohl langärmelige Kleidung aufgrund der Moskitos abends zu empfehlen ist. Eine Regenjacke gehört auf jeden Fall ins Gepäck, und für Ausflüge ins Hochland sind feste Wanderschuhe und wärmere Kleidung eine gute Idee. Lange Sachen sind auch für den Besuch von Tempeln erforderlich, die nicht mit nackten Schultern und Armen oder in Shorts betreten werden sollten.

Abendliche Unterhaltung gibt es vor allem in den Spitzenhotels, die mit Nachtclubs, Bars, Fitnesscentern und sogar Buchhandlungen für Abwechslung sorgen.

Glücksspiel ist in ganz Asien beliebt, und ein Besuch im Casino ist auf Sri Lanka allemal ein Erlebnis. Allerdings ist es auch hier vor allem für Anfänger eine gute Idee, sich vorher nicht nur mit den Spielregeln, sondern auch der Etikette vertraut zu machen. Das gilt zum Beispiel für die Blackjack Etikette. Blackjack ist dank der simplen Regeln ein ideales Spiel für den Einstieg. Doch ein freier Stuhl am Spieltisch muss nicht heißen, dass tatsächlich ein weiterer Spieler einsteigen kann. Manche Zocker spielen nämlich an zwei Plätzen gleichzeitig, und weil die Zahl, der auf maximal sieben plus Dealer beschränkt ist, sollte gefragt werden.

Auch die Tischauswahl erfordert Aufmerksamkeit. Wer vernünftige niedrige Einsätze plant, sollte an einem Hocheinsatz-Tisch gar nicht erst Platz nehmen.

Verhaltensregeln gibt es auch für den Umgang mit Einheimischen. Vor dem Fotografieren von Personen sollte um Erlaubnis gefragt werden, und das Teilen der Fotos wird ebenfalls geschätzt. Die Bewohner Sri Lankas sind höflich und freundlich, aber westliches Tempo und schneller Service sollten nicht erwartet werden. Geduld gehört auf Sri Lanka dazu, aber dadurch lässt sich die faszinierende Insel viel entspannter entdecken.

Acht Unesco-Welterbestätten gibt es hier, und manche der kulturellen Stätten können auf 2000 Jahre Geschichte verweisen. Anuradhapura in der Nord-Zentralprovinz ist eine beliebte Pilgerstätte dank eines Ablegers des Baumes, unter dem Buddha seine Erleuchtung fand. Viele Singhalesen betrachten ihn als ältesten Baum der Welt. Der antike Teil der Stadt war Regierungssitz für mehrere Königsdynastien und ist heute eine archäologische Ausgrabungsstätte. 

Dambulla, das ziemlich zentral liegt, besitzt rund 80 Höhlentempel in den Felsen. Die fünf größten Höhlen sind für Touristen geöffnet.

Die an der Südküste gelegene Stadt Galle ist von der holländischen Kolonialzeit des ehemaligen Ceylons geprägt. Die gut erhaltene Festung mit ihrer imposanten Stadtmauer stammt von 1663. Die Holländer hatten 1640 die Insel von den Portugiesen erobert und wollten die neue Hauptstadt Galle vor Angreifern schützen. Der Hafen von Galle wurde zu einem der wichtigsten Handelspunkte der Region. Die Festung ist eine Mischung aus europäischer und asiatischer Architektur.

Unverkennbar exotisch ist der Sinharaja Regenwald, der zum Weltnaturerbe gehört. Singende Vögel, schreiende Affen und zirpende Grillen sorgen im gesamten Dschungel für eine unvergessliche Geräuschkulisse. Der Nationalpark im Landesinneren ist sowohl von der Küste wie auch von Colombo oder den kulturellen Städten im Zentrum in 3-4 Stunden zu erreichen. Da er zu Fuß erkundet wird, sollte auf festes Schuhwerk, Regenjacken, reichlich Wasser und eine gute Kondition geachtet werden. Die einheimischen Führer wissen am besten Bescheid, vor welchen Schlangen man Abstand halten sollte und auch, wie man sich die zahlreichen Blutegel vom Leib hält.

Wer größere Ausflüge plant, sollte sich die jeweils neuesten Karten besorgen oder entsprechende Apps nutzen, denn Sri Lanka verändert sich rasch. Die meisten Straßen an der Küste und in den Städten sind neu und gut ausgebaut, aber in den ländlicheren Gegenden musst Du mit engen Holperpisten rechnen. Busse sind ein beliebtes Transportmittel. Allerdings sind sie häufig rappelvoll und nicht unbedingt zuverlässig. Typisch asiatisch sind die Tuktuks oder Motorrad-Dreiräder, die zudem besonders günstig sind.

Wer aufs Auto nicht verzichten möchte, kann sich einen Wagen samt Chauffeur mieten. So entspannt es auf Sri Lanka meist zugeht, so nervenaufreibend kann der Verkehr werden.

Besondere Impfungen sind nicht erforderlich, aber Hepatitis-Schutz, Malariatabletten und eine Tollwutimpfung werden häufig vor der Reise empfohlen. Aus meiner Sicht ist vor allem ersteres absolut wichtig. Auch Elektrolyte und Magen-Darm-Mittel wie Immodium oder Kohletabletten gehören in die Reiseapotheke. Nicht nur exotische Street Food, sondern auch die Schärfe der Speisen können Europäern zu schaffen machen. Die Küche der Gewürzinsel Sri Lanka gilt nämlich als eine der schärfsten der Welt. Gegessen wird traditionell mit der rechten Hand. Die linke gilt als unrein. Zwar ist die Toleranz gegenüber Touristen größer als gegenüber Einheimischen, aber wer sich an einheimische Sitten hält, bekommt einen viel besseren Einblick in die exotische Welt der Insel.