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Praktische Hinweise und Tipps für die Organisation von Rundreisen auf Sri Lanka

In diesem Beitrag möchte ich Euch ein paar Ratschläge für die praktisch-organisatorische Seite Eurer Tour auf der Tropeninsel geben.

Karte-Uebersichtsplan-Touren-Sri-Lanka

Karte-Uebersichtsplan-Touren-Sri-Lanka

Dabei gehe ich auf diesen wichtigen Punkte ein:

  1. Mitnehm-Liste
  2. Kommunikation und mobiles Internet
  3. Stromversorgung, Adapter
  4. Toiletten
  5. Geld: cash und Karte

Was sollten Sie bei einer Tour auf jeden Fall dabei haben und beachten?

Auf der Tour kommt es oft zu erheblichen Temperatur- und Witterungsunterschieden. In und um Anuradhapura kann es 35 Grad und wochenlange Trockenheit haben und die Sonne knallt erbarmungslos. In Kandy sind es dann nur noch 25 Grad und im Hochland regnet es unter Umständen und das Thermometer sinkt auf 10-15 Grad. Ich selbst, der Insider (haha), saß dann auch schon mal abends bibbernd im T-Shirt beim Abendessen oder 3 Stunden fröstelnd im berühmten Zug durch das Hochland. Da muss man dann mal durch ohne Heizung und Klimaanlage, aber richtig Spaß macht das nicht. Auch wenn Sie die atemberaubende, mehrstündige Wanderung durch Horton Plains machen wollen, sollten Sie auf jedes Wetter vorbereitet sein, also von Wüstenhitze bis zu feuchtem, kühlem Herbstwetter. Das ist zwar selten, aber wie gesagt: Ich selbst habe mich da schon ein paar mal vertan, weil ich von vorherigen Erfahrungen ausgegangen bin.

Also Tipp Nr. 1: Nehmt warme Sachen, festes Schuhwerk, Sonnenhut, Sonnenbrille, Regenschutz und eventuell sogar Mütze mit.

Auch für die sonstigen kleinen und großen Probleme in tropischen Gefilden solltet Ihr vorsorgen. Gerade der Moskitoschutz kam uns bei unserer letzten Tour im Februar 2017 sehr zugute, denn so konnten wir in den lauen Nächten in Anuradhapura und Kandy lange auf dem Balkon sitzen, ohne zerstochen zu werden. Ein gutes Fläschchen Gin aus dem Airport-Dutyfree verbesserte die Stimmung zusätzlich und wirkt definitiv Magenverstimmungen durch das ungewohnte Essen vor.

Tipp Nr. 2: Basics wie Sonnencreme, Mückenschutz und Trinkwasser, vielleicht auch ein paar Kekse etc. solltet Ihr immer am Mann bzw. an der Frau haben. Auch ein paar Desinfektionstücher und ein Fläschchen Hochprozentiger können nicht schaden. 

Ein großes Problem, vor allem für Frauen, sind die Toiletten unterwegs  in Sri Lanka. Prinzipiell herrscht hier immer noch die orientalische WC-Variante vor, also ein Loch im Boden und 2 Platten daneben, auf die man die Füße stellt. Seife oder gar Papierspender oft Fehlanzeige. Das trifft übrigens auch auf die Bahnfahrt durch die Berge zu. Ich denke ich kann mir hier weitere Beschreibungen sparen….

Deshalb Tipp Nr. 3:  Macht Eurem Guide klar, dass Ihr ab und zu eine vernünftige Toilette braucht. Die gibt es in größeren Hotels, Restaurants und kurioserweise auch in manchen Versicherungsagenturen mit vorbildlichen Sanitäreinrichtungen. Toilettenpapier einzupacken ist auch eine gute Idee.

Gut, hätten wir das auch geklärt, smile….

Wie ich an anderer Stelle ausführlich darstelle, sollte man auch seine Finanzen im Blick behalten, also möglichst immer ausreichend Rupien cash dabei haben. Oder zumindest Euro als Bargeld, um Euch zum Beispiel in einer Kneipe auslösen zu können, weil der Inhaber noch nie etwas von Kartenzahlung gehört hat und ganz überraschend Bares möchte. Wenn er dann notgedrungen Eure Euro annimmt, wird er Euch sicher nicht auch noch den besten Kurs dafür anbieten. Deshalb versucht flüssig mit Rupien zu bleiben und möglichst auch immer kleine Scheine vorrätig zu haben. Insbesondere kleinere Geschäfte haben oft nicht genug Wechselgeld und es ist beinah schon eine Zumutung, wenn Ihr dort ein Wasser für 70 Rupies mit einem 1000er oder gar 5000er bezahlen wollt.

Tipp Nr. 4: Tauscht Euro oder zieht Geld am Automaten, wann immer es geht und nicht erst, wenn Ihr es braucht (denn dann könnte der Automat defekt oder Eure Karte nicht akzeptiert sein). Denkt an eine ausreichende Reserve in Rupien. Und hortet kleine Scheine für die vielen kleinen Annehmlichkeiten des Lebens, die hier oft nur Minibeträge kosten.

Zu guter Letzt möchte ich noch etwas zu technischen Dingen auf Rundreisen sagen, also Smartphone, WLAN, Steckdosen, Fotoapparate usw. usf. Wenn Euch das alles wichtig ist und Ihr zum Beispiel jeden Tag Internet braucht, dann kann ich nur dringend empfehlen, rechtzeitig Vorbereitungen zu treffen und sich möglichst unabhängig vom Hotel-WIFI zu machen, denn das ist oft überlastet, wenn also gerade noch ein Bus mit einer Reisegruppe eingecheckt hat. Oder der Router hinter 3 dicken Wänden hängt. Oder das Datenvolumen des Hotelanschlusses aufgebraucht ist. Oder Stromausfall. Oder die Leitung beschädigt, weil ein Baum umgefallen ist (Strom- und Telefonleitungen sind in Sri Lanka nur selten unterirdisch verlegt). Ihr glaubt gar nicht, wie viele Gründe es geben kann, warum das WLAN nicht verfügbar ist.

Tipp 5: Deshalb legt Euch für wenig Geld eine eigene SIM-Karte eines srilankischen Mobilfunk-Anbieters zu, landesweit hatte ich immer gute Erfahrungen mit der Firma „DIALOG“.  

Die Karte sollte innerhalb 1-2 Stunden freigeschaltet sein, wenn nicht müsst Ihr nochmal Kontakt mit dem Verkäufer aufnehmen. Deshalb wäre es besser, die Karte zu erwerben, wenn Ihr irgendwo 1-2 Tage oder länger Station macht. Auch direkt am Airport Colombo in der Empfangshalle sind alle Telefongesellschaften vertreten und verkaufen dort Volumen-Packages. Hier mal ein Beispiel: reine Daten-SIM von Dialog: für 649 Rupien 4 GB von 8 bis 24 Uhr und 5 GB von 24 bis 8 Uhr, gültig für 30 Tage.

Günstig für die Sri-Lanka-Internet-SIM ist natürlich ein Zweitgerät, ich habe sie zum Beispiel immer in meinem Tablet, das ich dann als Mobilen Hotspot für die anderen Handys nutze. So könnt Ihr dann die zum Teil sehr langen Fahrtzeiten auf Eurer Tour auch schon mit Surfen, Chatten, Bilder verschicken oder was auch immer verbringen. Natürlich erleichtert das auch die Navigation, so konnte ich beim letzten Mal dem Fahrer echt helfen, unseren Bungalow in Nuwara Eliya zu finden.

Noch kurz Tipp Nr. 6:  Sie 2 Geräte, er 3 inklusive Kamera.  Aber im Zimmer gibt es nur 1 Steckdose, was nicht selten ist und mitunter kannst Du froh sein, wenn die wirklich funktioniert. Deshalb 3er oder 5er Multisteckdose von Zuhause mitnehmen.

Unsere Stecker passen prima auf der Insel. Bis auf wenige Ausnahmen, also ist ein Adapter nie verkehrt.  Eine Power-Bank ist selbstverständlich auch eine feine Sache. So kann in kleinen Hotels und guesthouses schon mal der Strom ausfallen, was gar nicht so selten ist. Dann ist man mit seinem eigenen kleinen „Kraftwerk“ fein raus, kann noch die Playlist runterdudeln und ein Foto von dem romantischen Abend ohne Strom, dafür aber mit Kerzenschein und Wein, schießen und vielleicht gleich darauf whatsappen oder posten.

Ach ja, 7. Tipp: Zum Glück ganz ohne Strom funktioniert ein kleiner Feldstecher, der Euch zum Beispiel in Yala oder einem anderen Nationalpark großartige Dienste bei der Tierbeobachtung leisten wird.

Und nun wirklich zum Schluß:  Obwohl man ihn  selten braucht solltet Ihr trotzdem nicht ohne Pass im Land unterwegs sein.

Nochmal die Mitnehm-Liste im Überblick als Kurzfassung in Stichworten

  • Kleidung und Schuhwerk
  • Essen und Trinken
  • Schutz gegen Sonne, Regen, Moskitos
  • Toilettenpapier und Desinfektion (äußerlich und innerlich)
  • SIM-Karte für Internet und/oder Telefon von lokalem Anbieter
  • Multisteckdose
  • Cash in Rupien; Kreditkarte
  • Kamera, Powerbank, Feldstecher
  • Reisepass

 

Soweit meine praktischen Tipps für Eure tolle Rundreise in Sri Lanka. Ich wünsche Euch wundervolle Momente und unvergessliche Eindrücke in meiner Wahlheimat und würde mich freuen, wenn ich mit dem einen oder anderen Hinweis zum Gelingen beitragen kann. Wie ich auf der Startseite schreibe: Sri Lanka ist in vielerlei Hinsicht ein Paradies, aber als Entwicklungsland auch oft nervtötend, wenn Du nicht vorbereitet ist.

Wenn ich dabei helfen konnte wäre ein Like, Share oder Kommentar toll.  Und natürlich könnt Ihr auch gern mitdiskutieren und Eure Erfahrungen und Hinweise hier teilen.

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