Sri Lanka: Auf den Spuren des Tees die Faszination der asiatischen Kultur entdecken

 

Die ganze Welt blickt nach Asien, das wirtschaftlich und politisch in den letzten Jahren einen rasanten Aufschwung erlebt hat. Aber Asien ist immer auch noch der Kontinent alter Traditionen, einer geheimnisvollen Kultur und von segensreichen Genüssen. Einer dieser Genüsse ist der Tee, der in all seinen Varianten und vielfältigen Sorten vor über tausend Jahren von China aus seinen Siegeszug rund um die Welt antrat. Eines der Länder, von denen aus die Welt heute mit Tee versorgt wird und ein Land, das Reisende aus aller Welt anlockt und fasziniert, ist die Republik Sri Lanka.

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Tee verschiedener Qualität

Ein junges Land mit langer Tradition 

Wenn wir Europäer uns eine gute Tasse Tee gönnen, dann greifen wir in der Regel zu einem kräftigen Schwarzen Tee, der entweder aus Indien oder aus Sri Lanka, dem ehemaligen Ceylon kommt. Die Bezeichnung Ceylon Tee ist noch heute – Jahrzehnte nach der Verwandlung des Königreichs Ceylon in die Republik Sri Lanka – ein stehender Begriff für ausgezeichnete und vielfältige Hochlandtees. Für die junge Republik, die ihren Weg nicht immer ohne innere Probleme gehen konnte, ist der Tee aus dem Hochland neben dem Tourismus das wichtigste ökonomische Standbein. Wenn die Welt Tee trinkt, dann ist das gut für Sri Lanka. Und wenn die Welt sehen will, wie dieser Tee angebaut und verarbeitet wird, dann ist sie in Sri Lanka herzlich willkommen. Tee ist nicht nur ein Exportschlager und die Basis für viele klassische englische Teemischungen, die unvergleichlich schönen Hochländer, in denen der Tee angebaut wird, sind außerdem Anziehungspunkt für Touristen aus allen Ländern.

Schroffe Felsen und zahlreiche Wasserfälle, eine reiche Vegetation und die Lage von 1200 Metern über dem Meeresspiegel bieten optimale Bedingungen für den Anbau von Tee und bilden gleichzeitig eine malerische und zuweilen bizarre Kulisse. Gewaltige Mengen von Tee werden in dieser pittoresken Kulturlandschaft – überwiegend in traditioneller Handarbeit – jährlich geerntet: 240.000 Tonnen, 95% davon sind für den Export gedacht. Wie der Tee, der später golden in der Teetasse glänzt, geerntet und produziert wird, das können Reisende in den Hochländern Sri Lankas hautnah und live erleben.

Pflücken, Fermentieren, Sieben: Erst abwarten, dann Tee trinken

Der Anbau, die Ernte und die Verarbeitung von Tee sind aufwendig und erfordern Sorgfalt und Geduld. Schon die Herstellung verweist also darauf, dass Tee in seinem ursprünglichen Sinn kein Getränk ist, dass schnell mal zwischendurch im Stehen getrunken wird, sondern mit Sorgfalt zubereitet und genossen werden sollte. Je nach Lage können „ausgewachsene“ Teepflanzen alle acht bis zehn Tage, mitunter auch nur alle drei bis vier Wochen, gepflückt werden. Eine Pflückerin erntet durchschnittlich bis 25kg pro Tag. Nach der Ernte werden die noch grünen Teeblätter auf einem Rost getrocknet. Die getrockneten Blätter werden dann in einer Art „Rollmaschine“ gepresst, der auch nach der Trocknung noch enthaltene Pflanzensaft tritt aus – der Prozess des Fermentierens beginnt. Beim Fermentieren erhalten die Teeblätter ihre typische „Teefarbe“ und entwickeln ihr jeweils spezifisches Aroma. Die Qualität des Tees hängen von der Pflanze, vom Erntezeitpunkt und dem Wetter, aber auch von der Sorgfalt bei der Verarbeitung ab. Zu guter Letzt wird der Tee gesiebt, gereinigt und nach Größe sortiert. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Orange Pekoe (gröberes Blatt) und Broken (kleinere Blätter), die Blattgröße hat jedoch keinen Einfluss auf Qualität und Aroma.Sri-lanka-k-ste

Mit Elefanten baden gehen

Nach so viel Höhenluft und Teekultur möchte sich der Reisende vielleicht eine Abwechslung gönnen. Auf einer Rundreise durch Sri Lanka     gibt es eine Fülle von Naturschönheiten zu entdecken und dabei viel über die Geheimnisse die Geheimnisse der asiatischen Kultur zu erfahren. Neben der Kultur, kommt in Sri Lanka auch die Erholung garantiert nicht zu kurz. Der Sri Lanka-Reisende sollte unbedingt einige Tage zum Chillen an einem der schönsten Palmenstrände der Welt einplanen, bevor er auf seiner Rundreise das ehrwürdige Kandy, die letzte Königsstadt Ceylons, besucht. Die Stadt ist auch heute noch ein spirituelles Zentrum. Hier befindet sich der Tempel des Heiligen Zahns, in der ein Zahn Buddhas     als Reliquie aufbewahrt wird. Jeden Abend werden hier Zeremonien zu Ehren Buddhas abgehalten, an denen auch der Reisende Teil haben kann.

Eine weltliche Attraktion ganz besonderer Art ist das einige Fahrstunden südwestlich von Kandy gelegene „Elefantenwaisenhaus“, das wahrscheinlich eine der liebenswürdigsten Attraktionen Sri Lankas darstellt. Alltäglicher Höhepunkt: Nach der Fütterung wird die Elefantenherde durch das Dorf zum Fluss getrieben, wo ein ausgiebiges Bad genommen wird. Näher als hier kann man den faszinierenden Dickhäutern nicht kommen. Eine aufregende Sache, vor der man sich gut stärken sollte. Am besten mit einer schönen Tasse Tee.

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